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HANDELSBLATT: Making it to the Top

The competition is constantly intensifying. Over 150 MBA programs are currently being offered in Germany. In this competitive market it is no secret that the Schools which are most attractive and win over the almighty Euro are those with the most prestigious diplomas. And every school is quick to boast being among the ranks of Harvard or Insead.

Natürlich ist dies nicht der Fall. So ist es erfreulich, dass wenigstens eine Hand voll von Anbietern hierzulande konsequent den Weg der nachprüfbaren Qualitätssicherung eingeschlagen hat. Die Überlegung ist einfach: Der Master of Business Administration (MBA) ist ein internationales Diplom, also muss man sich auch den international üblichen Spielregeln unterordnen. Und da ist ziemlich klar, was drin sein muss, wenn MBA draufstehen soll.

Zu den internationalen Spielregeln gehört auch die Prüfung durch eine der so genannten Akkreditierungsorganisationen. Im internationalen Maßstab sind nur zwei wirklich relevant: die US-amerikanische Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB) und die in Brüssel ansässige European Foundation for Management Development (EFMD) mit ihrem Equis-Prüfsiegel.

So ergibt sich immer deutlicher eine klare Zweiteilung des deutschen MBA-Marktes. Es gibt eine sehr kleine Gruppe von AACSB- und/oder Equis-akkredierten Hochschulen und Business Schools - und es gibt den großen Rest.

 

Zur ersten Liga gehören die Goethe Business School der Universität Frankfurt, die Handelshochschule Leipzig (HHL), die Uni Mannheim, die Uni St. Gallen (HSG) und die WHU Koblenz. Hinzurechnen kann man noch die Gisma Business School in Hannover, die selbst keine Akkreditierung besitzt, aber das akkreditierte MBA-Programm der US-amerikanischen Purdue University anbietet sowie die ESCP-EAP in Berlin, die über ihr "Mutterhaus" in Paris als akkreditiert gilt. Doch eine Akkreditierung ist nicht mehr als ein Führerschein: Sie besagt, dass man Auto fahren kann, aber nicht, wie gut.

So gebe man sich keiner Illusion hin: Auch zwischen den besten deutschen MBA-Anbietern und der europäischen oder gar weltweiten Top-Liga ist noch ein großer Sprung. Mit ein bisschen Lust an der Provokation konfrontierte das Handelsblatt deshalb die führenden MBA-Anbieter in Deutschland mit der These: Das schaffen Sie doch nie, so gut wie Harvard oder Insead zu werden!

Die Antworten zeugen sowohl von Bescheidenheit als auch Selbstbewusstsein. "Die Mannheim Business School hat eine klare Zielsetzung: Bis zum Jahr 2010 wollen wir zu den zehn führenden europäischen Business Schools und weltweit zu den besten 40 Institutionen zählen", erklärt Professor Otto Jacobs, kaufmännischer Geschäftsführer der Mannheim Business School. "Das ist nach unserer Ansicht zwar ein ehrgeiziges, aber kein unrealistisches Vorhaben."

Wo man fragt - in Frankfurt, Mannheim, Leipzig oder St. Gallen, der Tenor ist dergleiche: Wir sind noch nicht in der europäischen Top-Liga, aber wir wollen dahin. Und wir haben gute Chancen.

Dabei fährt jeder der ambitionierten neuen Player eine unterschiedliche Strategie, die letztlich aber immer darauf hinausläuft, seine eigenen Stärken auszuspielen.

"Unsere Ausgangsbedingungen sind gut", behauptet der Frankfurter Wirtschaftsprofessor Mark Wahrenburg, zugleich Dean des MBA-Programms, das Frankfurt gemeinsam mit der US-Business School Fuqua (Duke University) anbietet. "Die Universität Frankfurt verfügt in Deutschland über die größte Anzahl von Wirtschaftsprofessoren und gehört zu den forschungsstärksten Universitäten. Und die strategische Partnerschaft mit Duke sorgt dafür, dass unser MBA vom Start weg auf dem Renommee und dem Know-how einer weltweit anerkannten Spitzeninstitution aufbauen kann."

Eine andere Stärke sieht man an der Universität St. Gallen (HSG), die als eine der besten deutschsprachigen Wirtschaftshochschulen gelten darf. "St. Gallen hat eine langjährige Tradition des ganzheitlichen Managements und wird diese konsequent nutzen", erklärt Professor Peter Gomez, Dean der neu gegründeten Executive School of Management, Technology and Law. Der Name der Schule ist Programm: "Wir wollen in den deutschsprachigen Ländern die Themenführerschaft auf zukunftsträchtigen Gebieten durch eine integrative Sicht von Management, Technologie und Recht. Was wir machen, das können nur wenige Business Schools in Europa anbieten."

Ein eigenständiges "europäisches" Profil versucht die forschungsstarke Uni Mannheim ihrem MBA-Programm zu verleihen, das sie zusammen mit Essec Paris und der britischen Warwick Business School anbietet. Diese Marktlücke sieht auch der Amerikaner Richard Mancke, Dean des MBA-Programms der Handelshochschule Leipzig (HHL). Sein "Produkt": "hoch qualifizierte Absolventen, die eine Anstellung bei europäischen oder in Europa ansässigen Unternehmen anstreben."

Das Rennen ist eröffnet. Wer mithalten kann, wird sich zeigen.

 
Monday, 03 April 2006
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