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Ein besonderer Studienort im Herzen der europäischen Wirtschaft

Fürstlich studieren – in Mannheim ist das im wahrsten Sinne des Wortes möglich. Schließlich sind die Universität und die Mannheim Business School zu einem Großteil in dem zwischen 1720 und 1760 unter der Herrschaft von Kurfürst Karl Theodor erbauten Barockschloss in der Stadtmitte untergebracht. Mit seiner 450 Meter langen Stadtfront und sechs Hektar überbautem Raum übertrifft es in seinen Ausmaßen sogar das Versailler Schloss.

Mannheim im Rückblick

Als eines der größten Barockschlösser der Welt ist das Mannheimer Schloss nicht nur eines der Wahrzeichen der Region, sondern auch der Universität Mannheim und der Mannheim Business School. Im ehemaligen Kohlenkeller haben wir 2017 unser hochmodernes Study & Conference Center errichtet. Was viele nicht wissen und heute undenkbar wäre: Vor über 60 Jahren konnte man im Schloss wohnen, im Kohlenkeller war sogar eine Dusche untergebracht.

Juliette Liesenfeld, in Mannheim geboren und seit langem in den USA beheimatet, hat als Kind tatsächlich mit ihrer Familie im Schloss gelebt. In einem Essay hat sie diese Zeit ebenso lebendig wie spannend festgehalten. Der Auszug erzählt viel über die Geschichte des Schlosses und das Leben in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir fanden ihre Geschichte so schön, dass wir sie als Auszug mit unseren Freunden zu Weihnachten teilen wollen. 

Viel Spaß beim Lesen und eine besinnliche Holiday Season!

Juliette Liesenfeld, Growing up in Mannheim

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AUFWACHSEN IN MANNHEIM
von Juliette Liesenfeld

Meine Heimatstadt Mannheim wurde 1606 gegründet. (…) Unsere Familie wohnte zuerst in B 6, 1, dann ab 1953 in K 4, 16, und ab 1956 lautete unsere Adresse: Schloss, linker Flügel. (…)

Als ich, Juliette, im Dezember 1946 geboren wurde, wohnten wir also in B 6, 1, hinter der Ruine der Jesuitenkirche. Dieses Mietshaus war ebenfalls teilweise zerstört. Zwei Stockwerke waren bewohnbar, aber das Dach fehlte.

Freitag war unser Badetag. (…) Ich weiß nicht, wann Papa seinen neuen Job als Heizer und Hausmeister beim Finanzamt im Schloss antrat. Damit veränderte sich unsere Baderoutine. Freitagabends pilgerte jetzt die ganze Familie den einen Kilometer zum Schloss. Dort, wo im Kellergewölbe Berge von Kohle lagerten, um den linken Flügel und den Mittelbau des Schlosses zu heizen, hatte Papa Zugang zu einer Dusche - und damit auch der Rest der Familie. Häufig jagte eine Katze um und auf den Kohlebergen nach Mäusen. Also wuschen wir ihr den Kohlestaub aus dem Fell, falls wir sie erwischten.

Bald darauf konnten wir ganz oben in einem der Schlosstürme eine Dienstwohnung mit Zentralheizung beziehen. Später, nachdem ein Aufzug eingebaut wurde, brauchten wir nur noch ca 20 statt wie bisher 101 Stufen erklimmen. Das 40 Quadratmeter große Wohnzimmer hatte vier große Nischen mit Fenstern, die vom Boden bis fast zur Decke reichten und in einer Ecke einen Engelskopf, den Mutti irgendwann entfernen ließ. Wahrscheinlich erinnerte er sie zu sehr an die katholische Kirche, die Papa exkommuniziert hatte, weil Mutti evangelisch war. Wir besaßen nun auch endlich unser eigenes Badezimmer mit Wanne und eine großzügige Küche. Die modernen Küchenschränke hatte Papa, als gelernter Zimmermann, nach dem Modell der Frankfurter Küche selbst gebaut.

Mittagessen wurde in der Küche allerdings nur selten gekocht. An Wochentagen ging Papa mit einer großen Tasche mit vier mittelgroßen Töpfen und der Milchkanne für die Suppe quer über den Ehrenhof in die Kantine unter den Arkaden gegenüber. Dort lud Koch Molly - so hieß er wirklich - die Töpfe voll: außer Suppe gab es meist Kartoffeln oder Nudeln, Gemüse und Fleisch oder Fisch. Am Abend gab es dann Reste, oft Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Spiegelei.

Manchmal ging Papa mit mir über den langen Speicher von einem Schlossturm zum anderen. Dort lagerten in langen Reihen die alten Akten des Finanzamts, das im linken Flügel untergebracht war. Auch hier oben streifte eine Katze herum, wohlgenährt von den vielen Mäusen. Von hier aus hatten wir Zugang zum Mittelbau. Papa hatte die Schlüssel zum beeindruckenden, marmornen Rittersaal mit Wand- und Deckengemälden, Kristalllüstern und Barockmöbeln. Respektvoll schlüpften wir in die bereitstehenden Filzpantoffel, um den polierten Parkettboden nicht zu beschädigen. Papa zeigte mir noch einen, allerdings viel kleineren, historischen Raum. Dieser glich dem Rittersaal, war aber geheim. Wenn man drinnen war, konnte man nicht mehr erkennen, wo sich die Tür befand. Wofür und von wem der wohl benutzt wurde?

Von unserer Wohnung aus konnten wir über eine Leiter auf das Dach unseres Turms steigen. Bei gutem Wetter legten wir uns da oben in die Sonne, entspannten uns oder lasen. Von unserem privaten Aussichtspunkt konnten wir jedes Feuerwerk im Umkreis von 20 km beobachten. Ein weiterer Vorteil, im Schloss zu wohnen, zeigte sich an Weihnachten. Es wurde zur Tradition, dass wir im Schlafanzug mit Mama und Papa in die Mitternachtsmesse in der Schlosskirche gingen. Wir brauchten nur unsere Treppe hinunterzugehen und hatten von dort aus Zugang zum Balkon über der Galerie. Von hoch oben konnten wir so unbemerkt dem Gottesdienst folgen. Es spielte dabei keine Rolle, dass wir der altkatholischen Kirchengemeinde gar nicht angehörten. (…)

Virtual Campus Tour

New Study & Conference Center

Opening of our new study and conference center in October 2017

In October 2017, our new study and conference center has been opened. It is located in the west wing of the courtyard (Ehrenhof) at Mannheim Palace and serves as an impressive calling card for the university and MBS, both architecturally and functionally. The new construction has been built in the disused boiler room and coal cellar of Mannheim Palace. But MBS participants are not learning and working in a subterranean environment isolated from campus life. On the contrary: the study and conference center with its two semicircular lecture halls, an additional flexible-use conference area, ten breakout rooms and a large foyer, faces the palace garden at the back of the west wing from behind a large glass façade. The building has been planned by the renowned Frankfurt architectural firm schneider+schumacher.

Campus

Campusleben

Das außergewöhnliche Ambiente des Mannheimer Schlosses und seiner angrenzenden Gebäude bietet den optimalen Rahmen für das Studium: Die Ausstattung, zum Beispiel die Bibliotheken oder die IT-Infrastruktur, entspricht höchsten Standards, die Wege sind kurz – sowohl auf dem Campus wie in die direkt angrenzende Mannheimer Innenstadt mit ihrem vielfältigen Shopping- und Kulturangebot.

Doch auch die Universität Mannheim selbst hat viel zu bieten: das Sportangebot ist umfangreich und breit gefächert, Universitätschor, -orchester und verschiedene Theatergruppen laden zum Mitmachen ein und unzählige, von Studierenden getragene Initiativen und Vereinigungen geben die Möglichkeit, sich zu engagieren. Selbstredend kommt auch das Feiern nicht zu kurz: Die regelmäßigen Feten im legendären Schneckenhof oder in den Katakomben des Schlosses sind weit über die Region bekannt und beliebt.  

Impressionen

Video: Mannheim und die Metropolregion Rhein-Neckar

Leistungsstark und lebenswert

Mannheim liegt im Herzen der deutschen und europäischen Wirtschaft und gilt als Wiege vieler Ideen, die die Welt verändert haben. So wurden das Zweirad, das Auto und das erste Flugzeug mit Raketenantrieb in der Stadt entwickelt. 50 Prozent der bedeutendsten deutschen Firmen befinden sich in einem Umkreis von 250 km von Mannheim. Weltmarktführer wie BASF oder SAP haben ihre Heimat in der Metropolregion Rhein-Neckar, deren Zentrum Mannheim ist. Die Finanzmetropole Frankfurt ist ebenso wie Stuttgart, das Zentrum der deutschen Automobilwirtschaft, mit Auto und Zug in kurzer Zeit erreichbar.

Der wirtschaftliche Erfolg der Metropolregion Rhein-Neckar ist mit einer ausgezeichneten Wissenschafts- und Forschungslandschaft verbunden. So genießt beispielsweise die Universität Heidelberg Weltruf in der Medizin, die Universität Mannheim rangiert in den Wirtschaftswissenschaften an der europäischen Spitze. Die Qualität von insgesamt 21 Hochschulen mit knapp 83.000 Studierenden und zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen weist die Region als führende Innovatorenschmiede aus.

Neben dynamischer Wirtschaft sowie leistungsfähiger Forschung und Lehre vereinigt die Region Geschichte und Kultur mit Lebensqualität. Bewohner und Touristen genießen gleichermaßen die herrliche Landschaft sowie kulturelle, kulinarische und sportliche Höhepunkte.

Weitere Informationen zur Metropolregion Rhein-Neckar finden sie hier 

MANNHEIM BUSINESS SCHOOL (MBS)

Located in the heart of the German and European economy, Mannheim Business School (MBS), the umbrella organization for management education at the University of Mannheim, is considered to be one of the leading institutions of its kind in Germany and is continuously ranked as Germany’s #1.

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